(Fremd)Sprache |
|
| September 14th, 2006 by Kathrin Balmer | |
Ich habe immer gerne Fremdsprachen gelernt. Zugleich finde ich es auch spannend, etwas Neues über meine eigene Muttersprache zu lernen.
In beiden Bereichen, Fremd- und Muttersprache, habe ich vor einiger Zeit spannende Blogs entdeckt:
Auf dem PONSblog kann man sein Englisch-Vokabular erweitern: die Artikel behandeln Themen, die „England und den Rest der Welt bewegen“, und schwierige Ausdrücke sind direkt mit dem Online-Lexikon von Pons verlinkt.
Auf der „Blogwiese“ schildert Jens-Rainer Wiese, ein Deutscher, der seit einigen Jahren in der Schweiz lebt, spannende, lustige, schräge und manchmal auch unschöne Erlebnisse aus seinem Alltag. Besonders witzig finde ich die Artikel über die Missverständnisse, die entstehen können, wenn Hochdeutsch und schweizer Dialekte aufeinanderprallen. Der Beitrag von heute, Veloland Schweiz — Abenteuer beim Fahren und Parkieren ist ein sehr gelungenes Beispiel.
Nur schade, dass es noch keine SpeedLingua Version für Schweizerdeutsch gibt!
CVP Offensive für eine intelligente Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien |
|
| September 12th, 2006 by Kathrin Balmer | |
“Unser Zeitalter steht im Zeichen von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Als Folge davon wandeln sich die Volkswirtschaften und Gesellschaften weltweit zu Wissensgesellschaften”: dies hielt die CVP anlässlich ihrer Pressekonferenz zur Offensive für eine intelligente Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien fest.
Zum ersten Mal thematisiert damit eine politische Partei in der Schweiz die Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien auf unsere Gesellschaft.
Die CVP stellt in ihrem Papier einen umfassenden Massnahmenkatalog vor, um die „Chance Wissensgesellschaft zu packen“. Die Massnahmen betreffen etwa die Bereiche Aus- und Weiterbildung, die Sicherstellung einer hochwertigen Infrastruktur, den Ausbau des elektronischen Behördenverkehrs, die Arbeitsmarktpolitik, Massnahmen gegen die „digitale Spaltung“ und so weiter.
Dabei ist die CVP alles andere als bescheiden: ihre Vision ist, dass die „Schweiz bis 2015 zum Top-Standort für Informations- und Kommunikationstechnologien in Europa“ wird.
Im Bereich Bildung fordert die CVP unter anderem, dass bis 2010 alle SchülerInnen über einen individuellen PC-Zugang verfügen, dass die Schweiz als globale Marktführerin im Bereich der Lehr- und Lernsoftware positioniert wird, dass die Weiterbildung der Lehrkräfte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert wird, und dass die Eltern für einen sinnvollen Umgang ihrer Kinder mit der Computertechnologie sensibilisiert werden. Der gesamte Massnahmenkatalog ist im Positionspapier „Chance Wissensgesellschaft packen“ aufgeführt.
Wir sind gespannt, wie die anderen Bundesratsparteien auf das Positionspapier reagieren werden. Ausserdem wird die Zukunft weisen müssen, ob dieses Positionspapier Wunschdenken bleibt, oder auch in die Tat umgesetzt wird.
Berufseinstieg einer Triathletin |
|
| September 11th, 2006 by Stephanie Ledermann | |
Bereits liegen vier Wochen hinter meinem Berufseinstieg im Oberstufenzentrum Kleindietwil. Obwohl ich jeden Tag viele Dinge lerne, wird mir täglich gnadenlos vor Augen geführt, dass ich im Grunde der Dinge eine blutige Anfängerin bin… Als ich die Grundfunktionen unserers Kopiergerätes nach anfänglichen Berührungsängsten endlich beherrschte, wurde ein neues Gerät geliefert. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, den Einführungskurs für die Kopier-Fax-Scan-…Maschine zweimal zu belegen.
Auch happert es immer noch ein wenig mit den rund 75 Namen meiner Schülerinnen und Schüler. Und nicht zuletzt musste ich erkennen, dass es im Schulalltag etliche Termine mehr gibt als die unmittelbar bevorstehende Lektion, Elternabende oder der berühmte Zahnarzttag. Nur mit etwas Glück habe ich noch keine Konferenz oder sonstige Sitzung verschwitzt… Doch bin ich auch nach gut vier Wochen noch guten Mutes und voller Hoffnung, dass ich auch diese Hürde noch überspringen werde.
Zurzeit jedenfalls versuche ich täglich, meinen Schulalltag zu ökonomisieren. Dies vor allem deshalb, damit ich Training und Beruf unter einen Hut bringen kann. Die 15-20 Trainingsstunden sind im Moment jedenfalls noch eher eine Belastung als eine “Entlastung”. Aufgrund dessen freue ich mich auf die bevorstehenden Herbstferien, damit ich mich voll und ganz auf die WM konzentrieren kann. Nach diesem hektischen und zeitraubenden Hawaii-Projekt steht mir glücklicherweise eine trainingsfreie Phase bevor, in welcher ich den beruflichen Alltagsschwierigkeiten mit neuen Kräften entgegentreten kann.
Informatik als Unterrichtsfach |
|
| September 8th, 2006 by Ivo Bättig | |
Trotz der ständig wachsenden Digitalwelt wird über die Existenzberechtigung der Informatik als Unterrichtsfach nach wie vor debattiert. Lernt man Informatik nicht einfach bei der täglichen Arbeit? Braucht es deshalb ein spezifisches Unterrichtsfach? Und wer ist für den Informatikunterricht verantwortlich?
Klar lernt man den Einsatz von Informatikmitteln mittlerweile durch die tägliche Arbeit in diversen Fächern und mit der wachsenden Verbreitung von neuen Unterrichtsformen. Doch man könnte genauso sagen, man lerne die Deutsche Sprache indem man diese während des Unterrichts einfach anwendet. Und trotzdem gibt es selbstverständlich ein Unterrichtsfach “Deutsch”. Und es gibt ebenfalls ausgebildete Deutschlehrer. Kein Germanist würde akzeptieren, dass der Französischlehrer (ohne Ausbildung für die Deutsche Sprache) den Deutschunterricht hält. Doch wie sieht es mit der Informatik aus?
Oft wird Informatik von einem “fachfremden” Lehrer unterrichtet. Der Lehrer, der gerade Zeit hat und eine gewisse Affinität zur Informatik hat, wird verknurrt das Fach Informatik zu unterrichten. Zudem wird er dann gerade auch noch verantwortlich für die Wartung der Infrastruktur. Sollte die Informatik nicht auch durch entsprechende Fachkräfte unterrichtet werden? Es geht bei der Informatik nicht darum zu lernen, wie man etwas auf dem Internet sucht. Diese Fähigkeiten können gut im regulären Unterricht geschult werden. Viel spannender und wichtiger ist zu Wissen wie eine Suchmaschine überhaupt funktioniert.
Bei der Informatik geht es um viel mehr als nur die Benutzung von Computern und dem Internet. Der Schüler muss lernen die Mechanismen und Konzepte dahinter zu verstehen. Es geht darum, sich mit wichtigen Themen wie Modulierung, Objektorientierung, Sicherheit, Abstraktion, Logik etc. zu befassen. Nur so lassen sich viele der heutigen Technologien und Anwendungen erklären. Den eigentlichen Einsatz lernt der Schüler automatisch in anderen Fächern durch die Benutzung der verschiedenen Programme und Werkzeuge. Dies muss nicht Bestandteil des Informatikunterrichts sein.
Der Informatikunterricht kann übrigens sehr lebendig und unterhaltsam gestaltet werden, trotz der eher trockenen Materie der Logik und Analyse. Hier ein tolles Anwendungsbeispiel zum Thema Codierung/Decodierung. Wer kennt weitere Beispiele aus der Praxis?
Ich bin gespannt mehr über Ihre Erfahrungen mit und Meinung zur Informatik als Unterrichtsfach zu erfahren und bin auch gerne bereit einen Vortrag zu diesem Thema und/oder dem praktischen Einsatz von Informatik zu gestalten.
SPEEDlingua |
|
| September 7th, 2006 by Philipp Draese | |
SPEEDlingua ist eine weltweit einmalige, von Linguisten, Pädagogen und Technikern entwickelte Software zum Trainieren des Gehörs und der Aussprache einer Fremdsprache.
Die grösste Problematik beim Verstehen und Sprechen einer Fremdsprache liegt in den verschiedenen Frequenzbändern, welche die eigentlichen Informationen der Kommunikation enthalten. Durch jahrelanges Sprechen der Muttersprache ist unser Gehör auf kleine Spektren festgefahren - Informationen die nicht in den gewohnten Frequenzbändern liegen werden somit (aus Erfahrung) als Neben- / Störgeräusche interpretiert.
Jeder der einmal etwas länger im Ausland war, und auch wirklich die Landessprache gesprochen hat, wird folgendes festgestellt haben: Am Anfang hat man Probleme mit der Verständigung - sprechen die Leute doch tatsächlich irgendwie anders als der Lehrer an der Schule - aber schon nach einer Woche versteht man die Leute besser und auch die Aussprache wird leichter. Aber warum? Durch den Sprachurlaub wird unser Gehör trainiert; es merkt, dass auch andere Frequenzen, als die unserer Muttersprache, benötigt werden. Und aufbauend auf der besseren Wahrnehmung kann auch unsere eigene Stimme die Frequenzen der Fremdsprache besser reproduzieren.
SPEEDlingua trainiert durch Audiostimulation unser Ohr auf die Kernfrequenzen einer Zielsprache. Im Prinzip ist es also eine Art Sprachurlaub für das Gehör. Zu Beginn einer Lernsitzung muss man sich zunächst Musik anhören, welche langsam ansteigend durch Modulation die Sinneszellen der Frequenzen der Zielsprache im Ohr reizt. In der späteren Sprechphase müssen Begriffe und Sätze wiederholt werden - wobei man seine eigene Stimme in Echtzeit wieder moduliert hört. Die Guided tour erklärt diese Methode recht gut.
Als Techniker für SPEEDlingua Produkte konnte ich mir selbst ein Bild über den Effekt machen: Ein Mexikaner, der sein Lebtag noch kein Wort Deutsch gesprochen hatte musste am PC deutsche Wörter und Sätze nachsprechen. Ich als Deutsch-Muttersprachler sollte die Verständlichkeit bewerten.
Der erste Durchgang war reines Nachsprechen. Dass es sich dabei um Deutsch gehandelt hat konnte ich nur erraten.
Der zweite Durchgang war Nachsprechen mit dem SPEEDlingua-Effekt. Nach dem Ergebnis der ersten Runde wollte ich nicht wirklich glauben, dass man tatsächlich einen Grossteil der Wörter verstehen konnte, teilweise mit korrekter Betonung! Ich will nicht den Glauben aufbringen, dass er perfekt gesprochen hätte, aber zwischen dem ersten und zweiten Durchgang lagen Welten!
Links:
- SPEEDlingua: Herstellerin
- GenevaLogic: Exclusive Vertriebspartnerin für den deutschsprachigen Raum
- Guided Tour: Erklärung der Software
- Das SPEEDlingua-Prinzip
- Wissenschaftliche Grundlagen
- Audiophonologie












Posts