Der Einfluss vom Einsatz von Computern im Klassenzimmer und zu Hause auf die Resultate der Pisa-Studie |
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| September 5th, 2006 by Ivo Bättig | |
Vor ein paar Wochen habe ich wieder einmal ein paar aktuelle Berichte zum Thema Einsatz von Computern im Klassenzimmer gelesen. Ganz spontan hätte ich vermutet, dass der Erfolg oder Misserfolg des Einsatzes von Computern im Unterricht und zum Lernen von zu Hause doch alles eine Frage des Masses ist und ohne Einsatz von Technologie wahrscheinlich ebenso wenig erreicht wird, wie durch den übermässigen Einsatz.
Die Regierung und die Eltern investieren dabei viel Geld in der Hoffnung, die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Und nun deutet eine Analyse der Pisa-Studien darauf hin, dass diese Hoffnung weitgehend vergebens ist. Je grösser die Verfügbarkeit von Computer, desto schlechter die Schülerleistungen…
Die Kritik am Einsatz von Computern weist dabei auf drei Ursachen hin, die ich kurz (es gäbe dazu Bücher zu schreiben…) aus meiner (subjektiven) Sicht kommentieren möchte:
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Die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler werde eingeschränkt und das kreative Denken werde zu wenig stark gefördert
–> Wenn ich mich noch richtig an einige Lektionen meiner Schulzeit erinnern kann, dann hätte die Interaktion kaum kleiner sein können, als wenn ich eine Stunde vor dem Fernseher gesessen hätte. Ein geschickter Einbezug des Computers in den Unterreicht kann die Interaktion sogar immens erhöhen (Stichwort Wiki, Podcast, Weblog/Blogs). Dass Computer das kreative Denken fördern, können die meisten Eltern bestätigen, die schon einmal Kinder am Computer arbeiten gesehen haben - es sprudelt nur so von Faszination, Analysen, Interaktion, Ideen, usw. -
Durch die Anschaffung von teuren Computern muss an anderen Ecken (z.B. Lehrbücher) gespart werden
-> Daran lässt sich wohl nicht rütteln. Klar geht das Eine auf die Kosten des Anderen. Doch durch den Einbezug des Internets wird enorm viel Material frei zugänglich ist für alle (z.B. Wikipedia), ohne dass man entsprechend teure Bücher und oder CD-Roms kauft. Idealerweise werden bei der Anschaffung von Computern Lerninhalte gleich mit einbezogen. D.h. es werden Gesamtlösungen angeschafft und nicht einfach Technologie ins Klassenzimmer gestopft. Der Einsatz von Technologie muss von Anfang an in den Lehrplan mit einbezogen werden. -
Das Ablenkungspotential gerade durch das Internet und Computerspiele ist enorm gross
-> Richtig. Wichtig ist daher, Regeln für die Benutzung von Computern zu definieren. Gespielt wird grundsätzlich in der Freizeit und nicht während dem Unterricht. Ausser das Spielen wird mit dem Lernen verbunden, was übrigens eine höchst spannende und effiziente Art des Lernens darstellen kann. Der Zugriff auf das Internet muss gezielt gesteuert werden, d.h. der Lehrer sollte die Möglichkeiten haben, das Internet zu sperren oder noch besser vordefinierte Seiten freizuschalten oder zu sperren. Ebenfalls wäre es gut, wenn der Lehrer die Benutzung entsprechend überwachen kann. Gerade für diese Problematik der Ablenkung bieten wir bei GenevaLogic mit Vision (Begleitung und Überwachung) und Surf-Lock (Internet sperren und gezielt freigeben) und App-Control (Applikationen exklusiv freischalten) gezielte Lösungen an.
Dabei scheinen Computer auf den ersten Blick einen positiven Einfluss auf die Resultate der Pisa-Studie zu haben. Bei dieser voreiligen Analyse wurde jedoch der wirtschaftliche und soziale Hintergrund der Schüler und der Schule nicht berücksichtigt. Unter Beizug dieser Variablen wird der Zusammenhang zwischen Computern und PISA-Leistungen sehr klein und statistisch insignifikant. Ein Hauptgrund für den teilweise sogar negativen Effekt ist, dass Computer zu Hause nicht in erster Linie zum Lernen genutzt werden. Wenn erstaunt dies?
Die Schlussfolgerung aus den diversen Berichten zeigt, dass ein vernünftiger Einsatz von Computern durchaus zu positiven Ergebnissen führen kann - sofern diese richtig und im Mass eingesetzt werden. Wie sagten schon unsere Eltern? Alles ist gesund – es ist nur eine Frage des Masses
Bildung ist der Schlüssel zur Informationsgesellschaft - wie wahr! |
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| August 16th, 2006 by Peter Schüpbach | |
“Alle sollen Zugang zum Breitband-Internet erhalten und befähigt werden, es sinnvoll zu nutzen. Bildung ist ein Schlüsselfaktor für einen sinnvollen Umgang mit dem Internet!” schreibt Dr. Hanna Muralt Müller in ihrem bericht in der neusten Ausgabe vom Netzguide “E-Government”. Ein sehr guter Artikel der aufzeigt, wie wichtig eigentlich Technologie in der Bildung sein sollte. Aber wie oft hinkt die Realität den Wünschen und Visionen von Politik und Staat weit hinter her.
Laut Muralt misst der Bundesrat in der Strategie für eine Informationsgesellschaft auch der Bildung einen sehr hohen Stellenwert bei. Alle sollen befähigt werden diese Technologien zu nutzen. Die Kompetenzen des Bundes jedoch seien durch das föderalistische Bildungswesen stark beschränkt. Deshalb wohl sind E-Health und E-Government viel höher in der Prioritätenstufe angesetzt. Dort kann der Bund selbst eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Bildung, einmal mehr durch Föderalismus in den Hintergrund gedrängt? Dies wäre fatal, denn der Grundstoff “Brain” ist einer der wenigen “Bodenschätze”, die die Schweiz besitzt. Wir alle sollten deshalb mehr von der Schule bezüglich Innovation und Veränderung hinsichtlich der Investitionen im Bereich Technologie fordern.
Technologie in der Schule heisst für mich:
- Tagtäglicher Einsatz von Computer-basiertem Lernen
- Anpassung des Schulstoffs - Miteinbezug von Internet in den täglichen Schulstoff
- Fortbildung der LehrerInnen ind er Nutzung neuer Medien und Technologie generell
- Kommunikation mit Schülern, Lehrern und Eltern mittels neuer Medien - Einsatz von schulübergreifenden Plattformen
- In Zukunft: testen von neuen Schulmethoden wie 1:1 Computing
Dies sind nur einige der Ziele, die eigentlich in die Strategie jeder Schule, Erziehungsdirektion und Bundesstelle passen sollten. Aber machen wir uns nichts vor - es sind enorme Anstrengungen notwendig:
- Von der Schule: Die neuen Technologien anzupacken und initiativ und mit viel Mut anzugehen. Projekte zu lancieren und auch neue Wege in der Finanzierung zu beschreiten: Stichwort Sponsoring.
- Von den LehrerInnen: Vorurteilsfreie Öffnung hinsichtlich des Gebrauchs der neuen Technologien vom Kindergarten bis hin zu Erwachsenenbildung. Mutiges Vorangehen auch bezüglich Kommunikation mit Schülern und Eltern mittels neuen Medien.
- Von den politischen Behörden: Engagement bei der Unterstützung der Schulen auch wenn es politisch nicht so profilierend wirkt! Auch bei den erforderlichen finanziellen Mitteln müssen neue Wege beschritten werden.
- Von den Eltern: Unterstützung der Schulen und insbesondere der Lehrer in der Umsetzung der neuen Projekte. Aber auch das konstruktive Fordern von neuen Methoden und neuen Lernformen, sowie den Einsatz neuer Medien und Technologien.
Wir versuchen bei GenevaLogic eine Art Musterschule-Stadt aufzubauen. Mal schauen, was wir da alles erleben werden.
Mehr zu diesem Thema hier - weil Bildung nicht nur für die GenevaLogic wichtig ist, sondern aus meiner Sicht auch der Schlüssel zur Informationsgesellschaft und zu Wohlstand insgesamt ist!
Geschichtliches - Internet in der Schule anno dazumal |
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| August 14th, 2006 by Peter Schüpbach | |
Ich habe per Zufall folgenden Artikel der NZZ Format gefunden. Ist doch ganz lustig mal zu sehen, wie Wolfgang Frei damals die Schweizer Schulen in Bezug auf Internet dargestellt hat. Auch interessant die Thesen, die er aufgestellt hat. Und was hat sich zu der damaligen Sicht geändert? Wie haben die Schulen, Lehrer und die Erziehungsdirektoren reagiert? Wie haben Sie die grosse Herausforderung Technologie in der Schule gemeistert? Ein Fazit 10 Jahre danach wäre sehr interessant. Ich werde Herr Frei mal nachfragen - ob er dazu einen Bericht verfassen könnte.
Hier ist der ganze Bericht von Wolfgang Frei vom 19.5.1997
PC für alle im Schweizer Klassenzimmer |
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| August 12th, 2006 by Peter Schüpbach | |
Laut des Wochenmagazins “Facts” soll ein geheimes internes CVP Papier bis 2015 Computer für alle Schüler und alle Schulen ans Internet fordern. Dies ist eine löbliche Botschaft und ein gut gemeintes Unterfangen. Wenn man bedenkt wie wenig die Technologie in der Schule nach wie vor ein Thema ist, so muss dieses Unterfangen geradezu als revolutionär betrachtet werden.
Der Rückstand in Bezug auf Technologie in der Schule wächst laufend an. Heute geben wir uns hierzulande zufrieden, wenn jedes Klassenzimmer einen alten PC herumstehen hat. Flächendeckender Einsatz von Kommunikation und PC-Technologie ist nach wie vor weit entfernt. Da muss sehr viel mehr geschehen als nur “Schulen ans Netz”. Wir werden versuchen, den Prozess zu beschleunigen, in dem wir eine “Muster-Schule” voll ausrüsten wollen. Dort sollen neuste Bildungsformen Technologie basierend getestet und ausprobiert werden können. Wir hoffen damit ein Zeichen setzen zu können, dass die Schweiz in Sachen Technologie in der Schule nicht das definitive Nachsehen hat.
1 : 1 Computing |
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| July 27th, 2006 by Peter Schüpbach | |
Wir haben ja schon oft darüber gesprochen: Der Trend in den USA zu 1:1 (One to One Computing) ist ungebrochen aber auch heftig diskutiert. Eine Pionierrolle hat dabei der Bundesstaat Maine an der Ostküste eingenommen. Über 34′000 Laptop’s wurden an Schüler im 7 und 8. Schuljahr abgegeben. Zudem wurden die Schulen mit Wireless Access Punkten ausgerüstet. Maine war bis dahin immer im untersten Drittel der Rangliste was Bildung, Industrie oder Wirtschaft anging. Mit diesem Programm wurde Maine plötzlich zum Vorzeigestaat im Bereich Technologie ind er Schule.
Andrew Zucker hat den vorliegenden Bericht als Zwischenergebnis gemacht und zeigt die Kernpunkte auf, die ein 1:1 in der Schule mit sich bringt. Hier ist der volle Bericht.












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